Projekt

Der neue REWE Region Nord Zentralstandort

Im Gewerbegebiet von Henstedt-Ulzburg, in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 7, soll auf 24 Hektar Fläche ein Neubau für die REWE Region Nord entstehen. Der rund 85.000 Quadratmeter große Komplex umfasst ein Logistik- und Verwaltungszentrum mit Schulungsräumen.

Über das Regionallager erfolgt die Belieferung der Lebensmittelmärkte in Hamburg und Schleswig-Holstein mit den Sortimenten Obst, Gemüse, Frische (gekühlte Waren), Fleisch, Trockensortiment, Tiefkühlware sowie Drogerie und Nonfood.

Das neue Lager sorgt für kürzere Transportwege und ermöglicht eine noch nachhaltigere Logistik.

Der Invest der Baumaßnahme beträgt rund 100 Millionen Euro.

Im April 2018 soll Baustart für den Zentralstandort und das Regionallager sein, im Oktober 2019 ist die Fertigstellung geplant. Den bisherigen Regionalsitz am Standort Norderstedt wird dann aufgeben.

Am neuen Zentralstandort der REWE Region Nord arbeiten dann bis 2025 fast 1.000 Menschen, zudem sind Ausbildungsplätze und Studienplätze für duale Studiengänge geplant.

Neu ist auch der zentrale Schulungstrakt, in dem regelmäßig die REWE Region Nord-Mitarbeiter – teilweise auch in mehrtägigen Seminaren – ausgebildet werden.

Regionsleiter Jochen Vogel

Warum REWE Region Nord sich in Henstedt-Ulzburg ansiedeln möchte

„Die Region Nord der REWE Markt GmbH ist in den letzten Jahren weiter gewachsen – dieser Geschäftserfolg ermöglicht, dass wir uns jetzt noch größer und moderner aufstellen können. Der Standort Henstedt-Ulzburg eignet sich perfekt dafür: Die Nähe zu Hamburg und unserer bisherigen Verwaltungszentrale in Norderstedt, die gute Verkehrsanbindung durch die A7 sowie das ideal gelegene Grundstück im Gewerbegebiet Nord sind wichtige Faktoren. Der Neubau ermöglicht uns, die Logistik und Verwaltung unter einem Dach zusammenzulegen und so Synergien zu nutzen sowie kurze Wege zu schaffen. Darüber hinaus haben wir in der Region einen guten Ruf als Arbeitgeber, dies möchten wir nutzen, um auch in Zukunft qualifizierte Arbeitnehmer aus der näheren Umgebung an uns zu binden.“


Lage

Der neue Zentralstandort mit Regionallager soll im Gewerbegebiet Große Heidkoppel entstehen. An der Nordseite erfolgt der direkte Anschluss über den geplanten Autobahnzubringer L 326 an die BAB 7. Im Süden liegt der Heideweg, im Westen wird die geplante Rudolf-Diesel-Straße als Zu- und Ausfahrt dienen. Der östlich gelegene Redder bleibt erhalten.


Bau

Das zweistöckige Gebäude umfasst 85.315 Quadratmeter Fläche und wird eine maximale Höhe von 30 Metern (15 Prozent Gebäudes) haben. Das Erdgeschoss dient als Waren-Zentrallager, im 1. Stock sind links die Regionalverwaltung sowie ein Schulungszentrum und rechts die Logistikverwaltung untergebracht. Über zwei Brücken gelangen die Mitarbeiter sicher zu ihren Parkplätzen. Es sind Stellplätze für 850 Fahrzeuge sowie ein Parkhaus geplant.

Das Regionallager wird Frische Sortimente (Obst, Gemüse, Kühlwaren) und Trockensortimente für die Lebensmittelmärkte in Schleswig-Holstein und Hamburg bereitstellen.

Bei der Erstellung des neuen Gebäudekomplexes werden Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Energiemanagement gesetzt. Der Komplex wird nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erstellt.

Dies beinhaltet u.a.

  • Photovoltaik
  • Mix aus 100% Grünstrom
  • Blockheizkraftwerk BHKW
  • Energieeffiziente Beleuchtungsanlagen LED
  • Wertstoffmanagement
  • Niederschlagswasserbewirtschaftung

Anschließend erfolgt eine Zertifizierung nach DGNB.


Wirtschaft

Bei der Ansiedlung von der REWE Region Nord in Henstedt-Ulzburg entstehen neue Arbeitsplätze, der Betrieb kauft Sach- und Dienstleistungen ein und schafft auch unterschiedliche Verbrauchsgüter an.

Da REWE genossenschaftlich organisiert ist und handelt, wird auch regional beschafft. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen für die Region entstehen, hat REWE für das Zieljahr 2025 auf der Basis von bislang getätigten Investitionen am bisherigen Standort in Norderstedt zusammengestellt.

Arbeitsplätze

In der neuen Verwaltung arbeiten im ersten Schritt 377 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze aus Norderstedt (Verwaltung) nach Henstedt-Ulzburg verlagert werden. Bis 2025 wird sich der Bedarf an Mitarbeiter im Verwaltungsbereich voraussichtlich auf 442 Beschäftigte erhöhen.

Für das angeschlossene Regionallager sind bis 2025 rund 487 neue Arbeitsplätze in der Verwaltung und im operativen Geschäft geplant.

Der Regionalzentrale ist zugleich auch Ausbildungsbetrieb: Jedes Jahr sind etwa 30 Ausbildungsplätze in dem neuen Regionallager sowie in der Zentralverwaltung zu besetzen.

Insgesamt werden 929 Menschen am neuen Standort in Henstedt-Ulzburg bis 2025 tätig sein, dazu werden noch 91 weitere Stellen durch eine altersbedingte Neubesetzung frei.

Durch den neuen Standort wird REWE Region Nord bis zum Jahr 2025 zum größten Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber für Henstedt-Ulzburg.


Investitionen

In den kommenden Jahren wird REWE Region Nord (abgesehen vom Initialinvest für den Grundstückskauf und den Bau) regelmäßige Investitionen in Henstedt-Ulzburg und der Region tätigen. Es ist Unternehmenspolitik der REWE Nord, vor Ort einzukaufen.

So wird REWE Region Nord pro Jahr allein für den Verwaltungsbereich folgende Beträge ausgeben:

  • Für Dienstleistungen wie unter anderem Gebäudereinigung, Instandhaltung Büroräume, Messen vor Ort, Beherbergung von Gästen, Grünanlagenpflege, Blumen, Geschenke, Bewirtung, Taxisfahrten oder Nutzung lokaler Einrichtungen für Gesundheit/Familie investiert REWE Nord jährlich 1.600.000 €.
  • Die Anschaffung von Sach- und Verbrauchsgütern wie Büroausstattungen und -Material, Firmenfahrzeuge sowie IT umfassen pro Jahr rund 3.500.000 €.

Im Logistikbereich sind folgende Investitionen zu erwarten:

  • Transportdienstleistungen (ohne Kraftstoffe) und Personaldienstleistungen machen ein jährliches Beschaffungsvolumen von ca. 21.000.000 € aus.
  • Weitere Dienstleistungen wie beispielsweise Reinigung, Sicherheitsdienst, Verpflegung (Kantine), Entsorgung, Instandhaltung (Betrieb, Kfz, Immobilie), Wartung werden jährlich mit rund 5.000.000 € eingekauft. In diesem Betrag sind auch Spenden enthalten.
  • Für rund 2.000.000 € wird REWE Region Nord am neuen Standort Sach- und Verbrauchsgüter wie unter anderem Büromöbel, IT-Equipment, Flurförder- und Dienstfahrzeuge beschaffen.
  • Das Beschaffungsvolumen für Wasser, Kälte/Wärme sowie Kraftstoffe wird in der Logistik jährlich rund 4.500.000 € (gerechnet Preisen Stand 2016; exkl. Strom) betragen.

Zu den jährlichen Investitionen fallen unregelmäßig Kosten für Umbauten und Modernisierungen in den Logistikzentren (z.B. Klima, Heizung, Technik, räumliche Anpassungen, größere Instandhaltungsmaßnahmen etc.) an. Als Richtwert kann von einem Volumen von cirka 10.000.000 € in einem Fünf-Jahres-Rhythmus bei einem neuen und fertig ausgebauten Standort ausgegangen werden.

Weitere wirtschaftliche Impulse gibt die Ansiedlung der REWE Region Nord in Henstedt-Ulzburg durch

  • die fiskalischen Auswirkungen (zusätzlich realisierte Einkommensteuer für die Mitarbeiter mit Wohnort in Henstedt-Ulzburg, anteiliges Gewebe-, Umsatz- und Grundsteueraufkommen),
  • die infrastrukturellen Investitionen durch REWE im Rahmen der Standortrealisierung,
  • regelmäßige Schulungen im neuen Schulungszentrum mit mehrtägigen Seminaren,
  • wirtschaftliche Netzwerkeffekte (z. B. weitere Ansiedlung von Gewerbe),
  • den Imagegewinn sowie
  • das soziale und gesellschaftliche Engagement durch REWE vor Ort.

Verkehr

Die REWE Region Nord ermittelte in einem Gutachten zum Projektstart, welche Verkehrsauswirkungen durch den neuen Zentralstandort zu erwarten sind: Auf Grund der unmittelbaren Nähe zur Autobahn wird der überwiegende Anteil des Neuverkehrs über die BAB 7 abgewickelt, ein neuer Knotenpunkt an die L326 soll die leistungsfähige Erschließung sichern.

Darüber hinaus konnte REWE Region Nord bereits mit dem Landesbetrieb Verkehr Schleswig-Holstein die Realisierung eines Knotenpunktes (KP 4) zur Anbindung an die L326 vereinbaren. Die Kosten für die Errichtung des Knotenpunktes trägt die REWE Region Nord.

Das Verkehrsgutachten zeigt allerdings auch, dass schon heute verkehrliche Überlastungen auf der L326 in Henstedt-Ulzburg bestehen und diese sich in den nächsten Jahren allein durch die allgemeine Verkehrszunahme weiter verschärfen. Der durch den Zentralstandort neu entstehende Verkehr durch Henstedt-Ulzburg wird gering ausfallen.

Zudem beauftragte die Gemeinde Ende 2016 ein externes Wirkungs-Gutachten, um die verkehrstechnischen Effekte zu bewerten, die durch den Zuzug von REWE Region Nord entstehen.

Sobald die Ergebnisse im Zusammenhang mit der Ansiedlung von REWE Region Nord vorliegen, gibt es weitere Informationen unter Aktuelles.

Die REWE Region Nord möchte ihrer Verantwortung für die Gemeinde und Bürger von Henstedt-Ulzburg nachzukommen und beteiligt sich an diversen infrastrukturellen Investitionen:

  • Realisierung des oben genannten zusätzlichen Autobahnzubringers (dieser wird durch Initiative von REWE Region Nord ermöglicht und erhöht signifikant die Nutzungsfähigkeit des Gewerbegebiets auch für andere Unternehmen),
  • Umbau KP 1 (wenn möglich),
  • Erschließungsstraße ins Gewerbegebiet.

Umwelt & Natur

Der Bau eines neuen Gebäudekomplexes ist immer auch ein Eingriff in die Natur. Die REWE Region Nord ist sich darüber bewusst und bestrebt, die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.

So überarbeitete die REWE Region Nord die Bauplanung des Zentralstandortes, um den östlich gelegenen Redder zu erhalten. Der begrünte Weg dient somit auch nach Bauende als wichtiger Lebensraum für Vögel, wirbellose Tiere und Säugetiere.

Des Weiteren gab die REWE Region Nord zu Beginn der Projektierung des Standortes im Frühjahr/Sommer ein Artenschutzgutachten in Auftrag. Als Ergebnis weist die Untersuchung eine bedrohte Tierart aus, den Wachtelkönig, der allerdings umgesiedelt werden kann.

Der Umweltbericht ergibt auch, dass die Fläche ohne gravierende Folgen für Mensch und Natur bebaut werden kann: Die angrenzende Heckenlandschaft und die Tümpel bleiben unberührt.

Den Neubau wird die REWE Region Nord nach den Umweltschutzvorschriften (Empfehlungen des Umweltberichts) bepflanzen lassen, damit sich das Gebäude besser in die Landschaft einfügt und den dort ansässigen Tieren weiterhin Lebensräume bietet.

Gelebten Umweltschutz und Nachhaltigkeit realisiert die REWE Region Nord bereits beim Bau des neuen Standortes. Das neue Gebäude entsteht gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Dies beinhaltet unter anderem eine Dachbegrünung, eine Photovoltaik-Anlage, ein Mix aus 100% Grünstrom, ein wirkungseffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW), energieeffiziente LED Beleuchtungsanlagen, ein ressourcenschonendes Wertstoffmanagement sowie eine Niederschlagswasserbewirtschaftung.

Der Gebäudekomplex wird anschließend im Rahmen nach DGNB zertifiziert: Dies dient der objektiven Beschreibung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und Quartieren.